Hochbeet selber bauen – einfach und günstig

Ich habe mittlerweile das dritte Hochbeet in meinem Garten, weil ich weiterhin von dieser Art des Gärtnerns begeistert bin. Das erste Hochbeet hält jetzt schon 11 Jahre und ist immernoch gut in Schuss. Warum eigentlich ein Hochbeet? Da streiten sich die Gärtner… ich wurde deswegen schon als Ökofanatiker und „Hochbeet-Fetischist bezeichnet… aber das sind für mich keine Schimpfwörter, es stimmt sogar! Also, warum ein Hochbeet? Hier meine drei Hauptargumente:
1) An erster Stelle steht natürlich der Ertrag, der auf gleicher Fläche wesentlich höher ausfällt.
2) Der Boden bleibt locker, weil das Hochbeet nicht betreten wird und…
3) Das Gemüse ist sicher vor den Hühnern, die manchmal zu Besuch kommen und auch Schnecken sind deutlich seltener anzutreffen. Überzeugt? Ok, wenn ja, was brauchst du für das Hochbeet?

Ich habe mir direkt beim Sägewerk ungehobeltes Bauholz besorgt. Das ist meist wesentlich günstiger als im Baumarkt. Warum ungehobelt? Nach meiner Erfahrung hält ungehobeltes Holz ungefähr genauso lang wie gehobeltes, lackiertes. Und dann ist es auch noch gut für die Bienen, Hummeln, Hornissen und Wespen, die sich dort Baumaterial für ihre Nester besorgen.

Nun zu den Maßen: Ich habe 4 Bohlen, 4m lang, 25cm breit und 4cm stark genommen. Wie gesagt, sägerau. Die Bohlen lasst ihr dann einmal in zwei Teile sägen, ein Brett 2,80m, das andere 1,20m. Dann habt ihr ein knapp 2,90m langes Hochbeet, das sich auf einer Breite von 1,20m noch gut bearbeiten lässt. Wer weniger Platz hat oder es etwas bequemer beim Arbeiten in der Mitte mag, kann auch 3m lange Bohlen auf 2m und 1m teilen u.s.w. – da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Und dann braucht ihr noch Eckpfosten. Ich habe da einen Pfosten von 2m x 7cm x 7cm genommen und in 4 Stück a 50cm sägen lassen. Und, damit das Hochbeet nicht von innen weggammelt, wird es innen mit Teichfolie ausgekleidet.

Habt ihr Wühlmäuse? Dagegen gibt es auch etwas: von unten wird kleinmaschiger Kaninchendraht befestigt. Das macht ihr am bequemsten bevor ihr das Beet zusammenbaut. Den Draht zuschneiden und einfach mit dem Tacker festtackern. Für ein Beet reicht eine kleine Rolle (10m) des 50cm breiten Drahtes.

Den Draht an den Langseiten festtackern und etwas länger abzwicken (da stehen dann die Kurzseiten drauf)

Hier ist meine Einkaufsliste:
4 sägeraue Holzbohlen 40x250x4000mm
1 Kantholz 70x70x2000mm
1 Rolle (10m) kleinmaschiger Kaninchendraht.
1 Karton 70mm Schrauben (vorbohren!)

Hier seht ihr die Kurzseiten, an denen ich bereits die Pfosten festgeschraubt habe
Hier das „Pflanzenbett“, Lang- und Kurzseiten verschraubt. Das Hochbeet steht auf Betonsteinen, die von Holzhäckseln umgeben sind (ca. 10cm dicke Schicht).

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