Brot aus Wasser, Mehl und Salz

Heute möchte ich euch eines meiner liebsten Rezepte aus diesem Jahr vorstellen. Es braucht zwar ein bisschen Zeit, aber dafür schmeckt es absolut lecker und vor allem: es benötigt keine Hefe, Backpulver o.ä. und enthält auch sonst keinerlei Hilfsstoffe. In das Brot kommen lediglich Mehl, Wasser und 2 Teelöffel Salz. Bei den Mehlsorten seid ihr auch frei in der Auswahl. Ich habe das Rezept schon mit Roggen-, Dinkel und Weizenmehl ausprobiert und auch die Mehlsorten gemischt. Es handelt sich um ein Sauerteigbrot, aber jetzt keine Panik(!) es ist total einfach, aber es dauert beim ersten Mal 3 Tage. Später (wenn ihr euren selbstgemachten Starter verwendet) könnt ihr den Vorteig über Nacht ansetzen und am nächsten Morgen backen.

Tag 1: Am Morgen des ersten Tages gebt ihr 70g Mehl (z.B. Roggen Vollkornmehl) und 70 ml Wasser in eine Rührschüssel, mischt das ganze gut und stellt es mit einem Handtuch abgedeckt an einen ruhigen Ort bei Zimmertemperatur.

Tag 2: Am Morgen des zweiten Tages gebt ihr 100g Mehl (z.B. Roggen Vollkornmehl) und 100 ml Wasser dazu und mischt wieder alles gut durch und stellt es abgedeckt zurück an den ruhigen Ort bei Zimmertemperatur.

Tag 3: Am Morgen des dritten Tages gebt ihr 150g Mehl (z.B. Roggen Vollkornmehl) und 150 ml Wasser dazu und mischt wieder alles gut durch. Am Abend sollte der Teig bereits locker und blasig sein. Dann gebt ihr noch einmal 200g Mehl und 200g Wasser hinzu.

Am Morgen des vierten Tages habt ihr bereits das Wichtigste geschafft: Ihr habt Sauerteig-Starter hergestellt! Damit ihr zukünftig nicht mehr so viel Arbeit habt, nehmt ihr davon etwa 5 Löffel ab und gebt diesen Starter in ein Schraubglas, das ihr in den Kühlschrank stellt.

Nachdem ihr euer Starter Glas sorgfältig im Kühlschrank verwahrt habt, gebt ihr 300g Mehl (z.B. Dinkel Vollkornmehl) in die Rührschüssel. Bevor ihr 200 ml Wasser in die Schüssel gebt, löst ihr darin noch zwei Teelöffel Salz auf. Ihr gebt das Salzwasser dann also in die Rührschüssel (so verteilt sich das Salz besser). Jetzt wieder alles gut durchmischen. Der Teig sollte eine leicht zähe Konsistenz haben – wenn er noch klebrig ist, gebt ihr noch etwas Mehl hinzu / wenn er zu steif ist noch etwas Wasser.

Dann kommt der Teig in eine große, gefettete Kastenbackform. Dort geht er noch einmal etwa eine Stunde bevor ihr ihn backt (ich mache das in einer Mikrowelle mit Heißluft, die verbraucht wenig Energie ;-)). Die Backtemperatur ist 190-200°C (Heißluft) in der ersten halben Stunde, dann backe ich noch eine halbe Stunde bei 170-190°C.

7 Gedanken zu “Brot aus Wasser, Mehl und Salz

  1. Okay 👌 das Prinzip ist klar, wurde von mir so ähnlich auch schon gemacht. Aber was soll die Mikrowelle? Wann kommt die zum Einsatz? Und was für eine Mikrowelle nennst du dein eigen?
    In meine passt keine Kastenform.
    Lass mich nicht dumm 😝 sterben.
    Grüße vom Opa Reiner

    1. Moin Opa Reiner, danke für die Frage. Ich war offensichtlich nicht präzise: es ist keine Mikrowelle im eigentlichen Sinn, sondern eine mit Heißluftfunktion. Mein ganzer Stolz. So muss ich nicht immer den großen Backofen anheizen (Energie). Meine Kastenform misst 26cm x 11cm und passt da gut rein. Aber es gibt auch noch bessere (japanische!) Geräte, die den Platz noch besser nutzen. Herzliche Grüße!

    1. Inzwischen habe ich so viele Variationen ausprobiert, dass ich sagen kann, dass die wichtigste Zutat ein „alter“ (immer wieder abgenommer) Starter ist. Die Mehlsorten im Hauptteig sind freunde variierbar und auch auf ein paar Gramm mehr oder weniger kommt es nicht an. Ich habe auch schon ohne Waage (nach Gefühl) mit gutem Erfolg gebacken.

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