Viele Pflanzen in unseren Gärten können bei der Heilung von leichten Erkrankungen, körperlichen und seelischen Beschwerden hilfreich sein. Schon seit frühester Zeit wurden Pflanzen für medizinische und kultische Zwecke verwendet. Starker Geruch und bitterer Geschmack wurden dabei oft als Hinweis für die Wirksamkeit einer Heilpflanze angesehen. Heutzutage wissen wir jedoch, dass auch viele geruchlose und weniger wohlschmeckende Pflanzen über pharmakologische (arzneiliche) Wirkungen verfügen, während manch bitteres, stark riechendes Kraut möglicherweise wirkungslos ist oder sogar schädliche Wirkungen hat.

Genau wie bei herkömmlichen Arzneimitteln werden deswegen auch bei Heilpflanzen Studien zur Prüfung von Wirksamkeit und Unbedenklichkeit durchgeführt. Oftmals zeigt sich dann, dass eine über hunderte von Jahren einer Heilpflanze zugeschriebene Wirkung sich in einer Studie nicht nachweisen lässt, obwohl sie in der traditionellen Anwendung angeblich gegen alles mögliche wirksam sein soll, von Fußpilz bis Magenkartarrh. Manchmal fallen in einer Studie auch Nebenwirkungen auf, falls sie häufig auftreten. Für die Erfassung von seltenen Nebenwirkungen benötigt man sehr hohe Patientenzahlen, deswegen bleiben sie oft lange unentdeckt. So kann es passieren, dass eine zuvor als sicher eingestufte Heilpflanze auch bei Einhaltung der Dosierungsvorschrift schädliche Wirkungen haben kann. Viele Heilpflanzen sind zugleich auch Giftpflanzen, wo die richtige Dosierung und korrekte Art der Anwendung natürlich besonders wichtig ist.

Neben den Erkenntnissen aus der traditionellen Anwendung sind deswegen wissenschaftlich erhobene Kenntnisse zu Inhaltsstoffen, Wirkweise und Anwendungsart eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche und sichere Anwendung von Heilpflanzen bei Mensch und Tier.

Auf meinem Blog findet ihr einige Beiträge zu Heilkräutern, mit denen ich gute Erfahrung gesammelt habe.