In Gott & Welt findet ihr Gedanken zum Leben in bewegten Zeiten. Ich frage mich, was der richtige Weg ist, um erfüllt zu leben und auch mein Leben zu nutzen und nicht einfach spurlos an mir und meinen Mitmenschen vorbeizuleben. Themen, die mich bewegen, sind zum Beispiel der Klimawandel und die Frage, wie wir aus der „immer schneller, höher, weiter-Spirale“ herauskommen. Ich denke, dass es dazu erforderlich ist unsere Einstellungen zu Konsum und Mobilität stark zu verändern. Ich möchte meinen ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren.

Wahrscheinlich gibt es für jeden Menschen andere Wege, andere Fragen und auch andere Antworten. Manchmal tut es dann gut einfach still zu sein, zu hören (statt zu reden) und zu warten (statt zu handeln) und, wenn sich der eigene Weg abzeichnet, einfach loszugehen. Wenn wir Glück haben, treffen wir unterwegs dann Menschen, die auch auf diesem Weg sind.

Mein Weg hat mich dazu bewegt, viele Dinge aus meinem Leben auszusortieren. Das ist nicht immer leicht und klappt auch nicht immer so gut, wie ich es mir in meiner Idealvorstellung so ausmale, aber im Großen und Ganzen bin ich zu der Einsicht gelangt, dass weniger mehr für mich ist.

Und wenn ich dann manchmal einfach so still dasitze, in meinen Garten schaue oder auch die Augen zumache, kann ich mir vorstellen, dass der Weg zurück ins Paradies zwar lang, aber begehbar und schaffbar ist. Auch wenn mal Wind von vorn kommt, gibt es auch immer wieder Rückenwind. Und selbst ohne Rückenwind spüre ich, wann ich auf „meinem Weg“ bin – meine Gänsehaut ist mir dabei ein verlässliches Navigationsgerät.