Kartoffeln vortreiben

Dieser Winter brachte endlich mal wieder kräftigen Frost. Es gab auch so viel Schnee wie seit vielen Jahren nicht mehr. Ob das wohl auch mit den günstigen Auswirkungen des Lockdowns auf die Luftverschmutzung zu tun hatte? Wahrscheinlich nicht, aber trotzdem bleibt für 2020 festzuhalten, dass der CO2 Ausstoß infolge des Lockdowns sehr deutlich gesunken ist und damit die Klimaziele für 2020 doch noch erreicht werden konnten.

Zurück zu den Kartoffeln: Heute kam die zweite Welle von Kartoffeln zum Vortreiben auf die Fensterbank. Die ersten Kartoffeln haben bereits kräftige Vortriebe und sollen dann heute und morgen in die Erde kommen. Dieses Jahr habe ich vier verschiedene Sorten: Linda, Laura, Bellana und Rosara.

Letztes Jahr hatte ich ja ziemlich Pech mit meinen Kartoffeln: Sie waren stark von der Kraut- und teilweise auch von der Knollenfäule befallen – eine wahre Pest! In der Erntewoche hat es letztes Jahr extrem viel geregnet und so konnte die Krautfäule sich rasend ausbreiten. Das gilt es dieses Jahr zu vermeiden. Hierzu auch ein paar Tipps…

Was zeichnet eine gute Saatkartoffel aus?
Der erste Schritt ist die sorgfältig Auswahl des Saatguts. Wenn Du auf „Nummer sicher“ gehen willst, kannst Du die Saatkartoffeln beim Händler erwerben. Der Vorteil ist, dass die von Züchtern angebotenen Saatkartoffeln untersucht werden und unter Bedingungen angebaut werden, die Krankheiten und Schädlingen weitestgehend verhindern. Bei eigenen Kartoffeln musst Du einiges beachten:
– gesundes Aussehen (keine Löcher, weiche Stellen, Feuchtigkeit oder Beschädigungen)
– möglichst keine Kartoffeln verwenden, die im Vorjahr von Blattläusen befallen waren
– Das optimale Gewicht einer Saatkartoffel beträgt etwa 40g

Wie keimt man Kartoffeln vor?
Nachdem Du die benötigte Anzahl Kartoffeln ausgesucht oder gekauft hast (man rechnet etwa 4-5 Saatkartoffeln pro Quadratmeter), legst Du sie mit den Augenansätzen nach oben in Eierkartons (oder Mandarinenkisten) und bewahrst sie an einem kühlen, hellen Ort auf. Die Kartoffeln sollten auf keinen Fall Frost bekommen, dann sterben die Triebe ab. Wenn es zu dunkel ist, bilden sich lange Triebe, die leider leicht abbrechen und auch sonst nicht wünschenswert sind. Eine andere Methode ist die Kartoffeln in Kisten mit feuchtem Sand vorzutreiben, hierzu habe ich aber keine Erfahrung (ist mir zu aufwendig).

Wann legt man die vorgekeimten Kartoffeln in den Boden?
Wenn die Triebe etwa 2-3cm lang sind und es draußen nicht zu kalt ist (auf jeden Fall sollte der Boden frostfrei sein), ist es Zeit die Kartoffeln in den Boden zu bringen. Am liebsten mögen sie es schön warm. Wenn ihr Pferdemist habt, lohnt es sich sie in ein Mist-Bett zu legen, das heißt ihr grabt für eine Reihe etwa 15 cm tief und spatenbreit, füllt etwa 5 cm Mist in die Rillen und darauf etwa alle 50 cm eine Kartoffel. Dann bedeckt ihr die Rillen wieder mit dem zuvor ausgehobenen Boden. So vorbereitet können die vorgezogenen Kartoffeln schon Anfang April in den Boden.

Achtung: Um Kartoffelkäfern, Nematoden und ähnlichen Schädlingen vorzubeugen solltet ihr nur alle 4-5 Jahre Kartoffeln auf derselben Stelle anbauen. Günstig ist auch eine Mischkultur von Frühkartoffeln mit Dicken Bohnen (reichern den Boden mit Stickstoff an!).

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